Goodbye, Keanu Reeves

Wir haben es dreimal miteinander versucht – seit letzter Woche gehen wir unsere Wege nun getrennt. Dabei hat er mir nicht nur seinen zweiten Vornamen, sondern auch seine Heimatstadt und sein Geburtsdatum verraten. Und wenn mich das neugierig gemacht hätte, hätte er mir sicher auch ganz tolle Bilder von sich gezeigt. Aber dem guten KeanuCharlesReeves_Offical123 fehlte trotzdem etwas Entscheidendes.

Der blaue Pfeil

 

Dass Leute Fake-Profile von Promis anlegen, um damit in den Social Media bei anderen Leuten zu landen, ist keine Neuigkeit. Aber an Keanu Reeves scheinen sie einen Narren gefressen zu haben. In meiner Followerliste ist er immerhin schon dreimal aufgetaucht. Mit unterschiedlichen Profilen wohlgemerkt. Die angeblich offiziellen Profile sind dann doch aber ziemlich privat – Einblick in die Bilder gibt es erst, wenn ich selbst ein Abo hinterlasse. Ja, nee, is klar!

Vielleicht ist das auch eine Marketingstrategie? Vielleicht möchte mich jemand überzeugen, endlich mal einen Film von Keanu anzusehen? (Ja, ich gestehe, habe ich bislang noch nicht.)

Ein tatsächlich offizielles Profil – mit dem berühmten blauen Pfeil neben dem Namen (und nicht auf dem Profilfoto!) – würde mich da allerdings eher überzeugen.

 

Reichweite sticht Followerzahl

 

Ich gebe gern zu, dass höhere Followerzahlen schmeichelhaft sind und mein Herzchen etwas hüpft, wenn die Zahlen auf den nächsten Hunderter zuwandern. Aber wenn diese „Follower“ innerhalb von zweieinhalb Minuten zu Dutzenden meinen Account überfluten, und hauptsächlich aus amerikanischen Soldaten („I’m a good guy“) und arabischen Ärzten („It’s my mission to help people“) oder Busenwundern bestehen, dann werde ich doch etwas stutzig.

Diese Follower interagieren nicht mit mir und meinen Inhalten. Leider kaufen sie auch keine Bücher. Sie sind nicht mehr als eine Zahl – oder auch Bots. Deshalb habe ich mir die Zeit genommen und die Liste meiner Follower aufgeräumt. Jetzt habe ich 60 Follower weniger, aber die verbliebenen Profile, hinter denen sich erkennbar reale Personen verbergen, sind dafür umso großartiger. Ich freu mich, dass sie da sind. Ein großes Dankeschön fürs Liken, Teilen und Kommentieren!

 

 

Und wer weiß, vielleicht wird ja eines schönen Tages eines meiner Bücher verfilmt. Dann würde ich darauf bestehen, dass eine Rolle mit Keanu Reeves besetzt wird.  

 

Falls ihr in den Social Media unterwegs seid, könnt ihr mir bei Facebook, Twitter und Instagram folgen.  

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