Du bist gut!

Sternförmige blaue Blume mit gelbem Stempel zwischen zwei Fingern gehalten.

Was sind Ihre persönlichen Stärken?

In jeder neuen Maßnahme, die ich als Integrationsberaterin durchführe, stelle ich den Teilnehmer*innen  diese Frage, nachdem wir ergründet haben, welche Stärken man potentiell haben kann.

Hin und wieder kommen Standardantworten, die im Anschreiben gut aussehen: Teamfähigkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit.

Selten können sie mir beantworten, was sie als Teamplayer oder zuverlässige Menschen auszeichnet. Oft bleibt die Frage auch unbeantwortet. Oder es heißt:

"Keine Ahnung. Ich kann nichts."

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Wer, wie, was? - Der, die, das!

Singt ihr gedanklich auch schon mit? Der Titelsong der guten alten Sesamstraße beschreibt gerade ganz gut meinen Wissensdurst.

Man könnte sagen, ich fühle mich ein bisschen wie das Krümelmonster, das immer mehr Kekse futtern möchte. Mit dem Unterschied, dass ich nicht (zumindest nicht hauptsächlich) Kekse, sondern Wissen und Information futtern möchte. 

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Standardverfahren

Gestern bekam ich mal wieder eine Absage auf eine Bewerbung.

Die Tatsache als solche hat mich nicht besonders gewundert. Wenn man viele Bewerbungen schreibt, muss man damit rechnen, auch mehrere Absagen zu bekommen. Stutzig machte mich die Mail von gestern jedoch deshalb, weil sie einen falschen Standardtext verwendete.

Der Arbeitgeber bedankte sich für das angenehme Bewerbungsgespräch, müsse mir nun aber leider mitteilen, dass man sich dennoch für einen Mitbewerber entschieden habe. 

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Sprache und Denken

Die Frage, ob es ein Denken ohne Sprache gibt, wurde damals im Deutschunterricht ausgiebig diskutiert. Wir fanden gute Argumente, die dafür sprachen und mindestens genauso viele Gegenargumente. 

Nicht erst seit der Gender-Diskussion dürfte allerdings klar sein, dass Sprache unser Denken prägt. Auch unser Verhalten hängt eng mit unserem Vokabular und Sprachduktus zusammen. Kann ich also, wenn ich meine Sprache ändere, meine persönliche Haltung ändern? 

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Weiterbildung - Der Tragödie erster Teil

Immer wieder ernte ich erschrockene Blicke, wenn ich erzähle, dass ich in der Schule keinen Goethe durchgenommen habe.

"Waaas? Und das im Deutsch-Leistungskurs?!!?!"

Ja, kein Goethe, trotz Deutsch-LK. 

Offenbar war das Kultusministerium, das den Lehrplan für das Zentralabi in NRW 2009 gebastelt hat, der Meinung, dass man auch ohne Goethe ein Abi bekommen kann. Ist das nun etwa meine Schuld? 

Ich habe also weder "Die Leiden des jungen Werther" gelesen - dafür aber bereits in der zehnten Klasse und ganz freiwillig "Die neuen Leiden des jungen W.", noch "Iphigenie auf Tauris". Stattdessen las ich für mein Deutsch-Abi Schiller, Musil, Büchner und Fontane, der mir einen unfreiwillig langen Aufenthalt am Flughafen zusätzlich vermieste.

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Her mit der Geduld, aber schnell!

Wie habe ich jemals glauben können, das Warten auf Weihnachten oder den Geburtstag sei schrecklich? 

Das kann nur meiner kindlichen Naivität geschuldet gewesen sein, wenn ich mit 7 Jahren dachte, Weihnachten würde wohl nie kommen. Damals wusste ich noch nichts von  Jobsuchen und Bewerbungsphasen. 

 

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Supergirl

"Und sonst, alles klar?", fragen sie mich, als ich komme, um meinen Schlüssel und Mitarbeiterkarte abzugeben.

"Viel zu tun", antworte ich nichtssagend, bevor man mich auch noch fragen kann, ob ich meinen Urlaub bislang genossen habe. 

Natürlich ist alles klar, selbstverständlich genieße ich meinen Urlaub. 

Ich habe mir selbst einen 10-Stunden-Tag aufgebürdet, stehe morgens um 7 Uhr auf und gehe abends erschöpfter ins Bett, als nach jedem bisherigen Arbeitstag.

 

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Special benefits

Bewerben kommt von werben. So heißt es auf den verschiedenen Plattformen und Info-Websites, die mit Rat, Tipps und Tricks zur Seite stehen, wenn es um die Jobsuche geht. An und für sich ist mir das klar; in erster Linie muss ich die Personaler von mir überzeugen. 

Wie allerdings manch eine Stellenanzeige versucht, neue Mitarbeiter anzuWERBEN, lässt bei mir manchmal die Frage offen, ob die Werbung nicht zu einseitig gedacht wird. 

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Malermeister

Das Haus neben uns hat einen neuen Fassadenanstrich bekommen. Das alte Orange hat einem neuen Orange Platz gemacht. Jetzt leuchtet das Haus wunderschön in der Frühlingssonne, die sich nun doch endlich durch die Wolken traut.

Zweimal hat der Malermeister schon den Anstrich gemacht. Ein bisschen neidisch hab ich ihm durch mein Zimmerfenster zugeschaut.

Wie er dort saß, mit den Beinen über dem Gerüst baumelnd, eine Zigarette rauchend, und die Farbrolle an der Fassade auf und ab rollte.

Während ich vor einem Stapel Papier an meinem Schreibtisch saß und nicht wirklich wusste, wie ich die Blätter sinnvoll hin und her schieben sollte.

Der Malermeister hatte nach wenigen Stunden sein Werk vollendet und konnte vom Gerüst herabklettern.

Ich saß noch immer vor meinem Stapel Papier. 

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Für Mäuse geschlossen

Es ist eine ungerechte Einrichtung, dass einem die guten Sprüche immer erst nach dem (un)passenden Moment einfallen. Zwar ersparen nicht gesagte Kommentare mitunter Ärger und anderen Stress, aber sicher sein kann man sich da nie. Vielleicht hätte es ja doch etwas gebracht, wenn man mal was gesagt hätte. Also, etwas schlaueres als "Hmpf", "Ähm" oder "He... ja... tja." 

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Neustart

6 Mal - ich habe nachgezählt. 

So oft bin ich in den letzten 18 Monaten umgezogen. 

Immer wieder quer durch die Republik.

Man könnte also sagen, mittlerweile hätte ich Routine entwickelt und würde einen Umzug ganz leicht schaukeln. ber dieser Umzug war nun doch etwas Besonderes. Denn zum ersten Mal seit 18 Monaten habe ich fast alle meine Sachen gepackt, und statt in den Süden oder Osten, ging es diesmal in den Norden - nach Greifswald.

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Gipfelstürmer?

Niemand hat je behauptet, der Weg ins Berufsleben sei leicht.

Keiner hat mir je gesagt, Erwachsenwerden sei leicht. 

Trotzdem habe ich oft aus reinem Selbstschutz daran geglaubt, dass sich schon alles fügen würde. Natürlich habe ich mich immer bemüht und mich angestrengt, um meine Ziele zu erreichen.

Schließlich bekommt man heutzutage nichts mehr geschenkt. 

Aber nie hätte ich geglaubt, dass dieser Einstieg in die Arbeitswelt so anstrengend und erniedrigend ist. 

Es ist wie das Erklimmen einer steilen Bergwand. 

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Alles hat seine Zeit ?!?

Und alles braucht vor allem seine Zeit.

DIese Weisheit ist mir während der letzten Wochen überdeutlich zuteil geworden. Als ich meinen letzten Blogeintrag vor vier Wochen schrieb, war ich noch in Erlangen.

Nun bin ich schon seit drei Wochen wieder in Bochum und habe dem Frankenlande den Rücken zugekehrt.

Der Abschied war wuselig genug, sodass er mir nicht all zu schwer fiel, doch das Ankommen war dafür umso komplizierter. 

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Im Sommer Balkonien

Es ist Juli, mehr oder weniger schönes Wetter, alle Welt fährt in den Urlaub: zum Sonnenbaden, ans Meer, in die Berge, in den Schnee...

Nur eine kleine, noch unbedeutende Jungautorin bleibt zurück und fristet ihr Dasein für Klausuren lernend, und ohne Zeit für großartige weitere Textproduktionen.

 


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